CETA und TTIP stoppen!

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Zusammen mit mehr als 30 Organisationen haben heute Greenpeace Gruppen aus ganz Süddeutschland in Stuttgart gegen CETA und TTIP demonstriert. Die Ehrenamtlichen der Stuttgarter Gruppe bekamen unter anderem Unterstützung aus Freiburg, Karlsruhe, Esslingen, Tübingen, Friedrichshafen und sogar aus der Schweiz. Sie forderten den sofortigen Stopp der Verhandlungen zu TTIP und CETA. Bei letzterem droht die Gefahr, dass es ohne die Zustimmung der Parlamente im September unterschrieben wird und danach vorläufig in Kraft tritt.
 

Breite Ablehung der Freihandelsabkommen

Das Bündnis der Protestierenden war denkbar breit gefächert: Neben Greenpeace waren weitere Umweltschutzverbände, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbände, Initiativen für Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft sowie die katholischen und evangelischen Kirchen Teil des Bündnisses. Zusammen mit Brigitte Dahlbender vom BUND, dem stellvertretenden ver.di-Landesbezirksleiter Martin Gross sowie dem badischen Landesbischof Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh führte auch ein prominenter Greenpeace-Aktivist den Demonstrationszug an: Rien Achterberg kämpfte schon als Besatzungsmitglied der Rainbow Warrior gegen Atomtests und dafür, die Natur zu respektieren. Mit den geplanten Freihandelsabkommen sieht er wie viele andere auch die mühsam errungenen Sozial- und Umweltstandards bedroht.  

„Wir möchten ein starkes Zeichen setzen, denn nächste Woche stimmen die SPD-Mitglieder auf ihrem Parteikonvent in Wolfsburg über CETA ab“, so Sonja Schlosser von der Greenpeace Gruppe Stuttgart. „Die Bedenken von Hundertausenden Bürgerinnen und Bürgern werden die Politiker in Berlin und Brüssel schwerlich ignorieren können.“

 

Bunter und friedlicher Protest von Zehntausenden

Bei der Kundgebung vor dem Hauptbahnhof wurde mit den zahlreichen Redebeiträgen die Bedrohung von Sozial- und Umweltstandard erneut deutlich. Der Demonstrationszug glich einem Meer aus bunten Fahnen als die Teilnehmer über die Theodor-Heuss-Straße durch die Stuttgarter Innenstadt zogen, wobei die Veranstaltung stets friedlich blieb.
 
Aus Sicht der Organisatoren und auch für die Greenpeace-Gruppen war die Demonstration in Stuttgart in dieser Dimension ein Riesenerfolg. „Vielleicht sind die Bürger in Baden-Württemberg seit S21 wachsamer geworden und bewerten Unternehmungen der Politik kritischer. Entscheidungen in Hinterzimmern treffen und hoffen, dass der Bürger davon nichts mitbekommt, das funktioniert hier auf jeden Fall nicht mehr“, so Inga Ritter von der Greenpeace Gruppe Stuttgart.

 

Weiterführende Links

Weitere Infos vom Veranstalter-Bündnis
TIPP und CETA bei Greenpeace Deutschland

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