Detox: Kein Kinderspiel!

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Hintergrund

Bei der Produktion von Textilien werden massenhaft giftige Chemikalien eingesetzt. Greenpeace hat aktuell umweltgiftige Chemikalien in Kinderbekleidung internationaler Modemarken von Adidas über Burberry bis Primark gefunden. Die Produkte von Adidas waren vor allem mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet.
Auch wenn das Tragen der Kleidung nicht unmittelbar gesundheitsschädlich ist: Die meisten PFC sind nicht biologisch abbaubar, extrem langlebig und reichern sich in der Umwelt an. Sie können über die Nahrungskette in den menschlichen Körper gelangen und wurden z.B. in der Muttermilch nachgewiesen.
Adidas hat sich verpflichtet, gefährliche Chemikalien bis 2020 aus dem Produktionsprozess auszuschließen, doch konkrete Schritte fehlen bisher.

Protestaktion in Stuttgart

Greenpeace fordert von Adidas, PFCs endlich komplett aus der Produktionskette zu verbannen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, fand am 25. Januar eine bundesweite Protestaktion vor Adidas-Läden in 35 Städten statt.

In Stuttgart war Greenpeace vor dem "Adidas NEO Store" in der Königsstraße präsent. In vielen Gesprächen konnten wir dort Passanten über unsere DETOX-Kampagne informieren. Besonders gefragt war unser Material zu den Tests von Outdoor- und Kinderbekleidung. Auch der neue "Einkaufsratgeber für giftfreie Kleidung" stieß auf großes Interesse. Alle Dokumente finden sie auch unten auf dieser Seite zum Herunterladen.

Vor dem Laden wurde der dreidimensionale Schriftzug "DETOX" platziert, der von Kunden und Passanten angemalt und mit persönlichen Botschaften versehen wurde.
Viele Menschen haben sich auch mit dem DETOX-Zeichen oder einem Plakat mit der konkreten Forderung nach giftfreien Adidas-Textilien fotografieren lassen, um unsere Aktion zu unterstützen.

Auch die Filialleiterin des NEO Stores äußerte Verständnis für unsere Aktion, als wir ihr die Forderungen von Greenpeace zusammen mit den Mitteilungen ihrer Kunden übergaben.

Was fordert Greenpeace?

  • Stopp der weltweiten Verschmutzung von Flüssen und anderen Gewässern durch die Textilindustrie
  • Gefährliche Chemikalien in der Textilproduktion müssen durch unschädliche Substanzen ersetzt werden
  • Die Branche muss regelmäßig offenlegen, welche Chemikalien in der Produktion eingesetzt werden
  • Textilmarken müssen gewährleisten, dass bei der Produktion ihrer Kleidung mindestens die EU-Standards erfüllt werden

Was können Verbraucher tun?

  • Prüfen Sie, ob Sie ein neues Kleidungsstück tatsächlich brauchen    
  • Kaufen Sie Secondhand-Kleidung oder Bio- und Fairtrade-Produkte    
  • Fragen Sie vor dem Kauf in den Geschäften nach, ob die Textilien schadstofffrei sind und welche Standards bei der Produktion eingehalten wurden    
  • Aus Alt mach Neu! Anleitungen gibt es zum Beispiel hier: www.weupcycle.com oder www.love2upcycle.blogspot.de     
  • Misten Sie Ihren Kleiderschrank aus: Geben Sie nicht mehr benötigte Kleidung an Freunde, Secondhand-Läden oder karitative Einrichtungen weiter

Downloads und Links

 

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