Mehrweg statt Müll

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Noch immer steigt der alltägliche Plastikverbrauch in Deutschland weiter und verursacht immense Mengen an Plastikmüll, der teilweise nicht ordnungsgemäß entsorgt und so über die Flüsse in unsere Weltmeere transportiert wird, was die Gewässerökologie massiv belastet.

Ab Mai 2017 gibt Mehrweg gegen Pfand

Aus diesen Gründen hat sich der Greenpeace Arbeitskreis „Meere“ zum Ziel gesetzt, Cradle to Cradle e.V. bei einem Projekt zu unterstützen, das den Plastikmüll in der Gastronomie verringern soll. Um den Einweg-Abfall zu reduzieren und Ressourcen zu schonen, wird nach Vorbild anderer Projekte in Berlin oder der Schweiz auch in Stuttgart ein Mehrweg-Projekt im TakeAway-Bereich ausgelotet und als sechsmonatiges Pilotprojekt ab Mai 2017 umgesetzt: Kunden sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, ihr Essen nicht grundsätzlich in Einweg-Verpackungen zu erhalten, sondern sich die Mahlzeiten alternativ gegen Pfand in einen schadstofffreien Mehrwegbehälter füllen zu lassen. Einige Tage später kann dieser in einem beliebigen Partnerrestaurant gereinigt wieder abgegeben oder direkt darin eine neue Mahlzeit mitgenommen werden. Durch diesen Kreislauf findet keine Ressourcenverschwendung statt.

Am 26.06.2017 war Jonas Umgelter von Cradle to Cradle zu Gast im Studio des Freien Radios für Stuttgart. Das Greenpeace-Radio hat ihn zum laufenden Projekt befragt. Das Interview finden Sie im Reiter "Audio" dieses Artikels.

 

Testphase mit ausgewählten Gastronomiebetrieben

Greenpeace fragt im Rahmen dieses Projekts Gastronomiebetriebe an und wertet in der ersten Phase die Umsetzung aus: Wie gehen Kunden mit einer Rückgabeempfehlung der Boxen um? Ist Reinigung und Lagerung der Boxen in den Betrieben praktikabel? Ca. 10 Gastronomiebetriebe werden das System testen. Bisher bieten wenige Betriebe in Stuttgart eigene Mehrwegboxen an.
Ziel ist es, ein langfristiges und nachhaltiges Mehrweg-System zu etablieren und das Angebot eventuell neben den Boxen auch auf Getränkebecher auszuweiten. So soll die Produktion von Einwegplastik verringert und damit sowohl die städtische Müllentsorgung entlastet als auch die Verschmutzung der Meere reduziert werden.  Bald gibt es
 

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