Möbeltransparenz gefordert!

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Greenpeace Stuttgart hat am 11. und 12. August vor den Möbelhäusern von Möbel Rieger in Esslingen, XXXL in Fellbach und INNATURA in Leinfelden- Echerdingen protestiert.

Diese Möbelhäuser ignorierten unsere schriftlichen Anfragen nach einer Kennzeichnung der Möbelherkunft. Es ist bislang keine Bereitschaft zu erkennen, dass die Unternehmen die Herkunft der Möbel für ihre Kunden deklarieren möchten.

Hintergrund:

Greenpeace hat im März die Stuttgarter Möbelampel veröffentlicht. Darin werden beispielhaft rund 20 Möbelhäuser der Region hinsichtlich ihrer Transparenz bei der Kennzeichnung von Esstischen bewertet.

Nachdem zu Beginn der  Untersuchung kein Geschäft eine Kennzeichnung aufweisen konnte, ist inzwischen in 2 der 18 Möbelhäuser die Kennzeichnung vorhanden.

Es stellt sich die Frage, weshalb gerade große Unternehmen wie INNATURA; Möbel Rieger und XXXL ihren Kunden gegenüber die Herkunftsangaben verweigern.

Weltweit stellt illegaler Holzhandel lt. UNO und Interpol einen Markt mit 100 Milliarden US-Dollar dar. Dieser umfasst 30% des Weltholzgeschäftes. Vernichtet werden dabei nicht nur tropische Regenwälder und der Lebensraum indigener Völker. Auch die letzten Urwälder Europas wie die Buchenwälder der Karpaten oder der Bialowieza-Urwald in Polen und Weissrussland werden durch die Holz-Mafia für immer vernichtet. Dies zerstört nicht nur einzigartige Tier-und Pflanzenwelten, heizt den Klimawandel weiter an, sondern es gefährdet auch den sozialen Frieden und die Demokratie in den Herkunftsländern des Holzes.

Damit Verbraucher eine fundierte Kaufentscheidung treffen können, fordert Greenpeace die transparente Kennzeichnung:

  • Angabe der Holzart mit botanischer Bezeichnung
  • Herkunftsland des Holzes
  • Herstellungsort des Möbels

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