Protest gegen Billigfleisch

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UPDATE: Der Potest ging am 13. Mai mit einer bundesweiten Aktion vor Lidl-Filialen weiter. Aktivisten informierten dieses Mal im Stuttgarter Westen mit Bannern und Infomaterial über die untragbaren Zustände in der Fleischproduktion. Ein vermeintlicher Werbeflyer zeigte die fünf gravierendsten Missstände auf, wie z. B. der Platzmangel im Stall oder der Einsatz von Antibiotika.

„Beim Kauf von Lidl-Fleisch weiß niemand, ob die Tiere leiden mussten, ob Antibiotika eingesetzt wurden oder gentechnisch verändertes Tierfutter im Trog gelandet ist. Das muss Lidl ändern“, sagt Sonja Schlosser, von Greenpeace Stuttgart. Schon am 8. April gab es eine Protestaktion vor der Lidl-Filiale in der Marienstraße. Die Aufklärung von Greenpeace wird weitergehen, damit die Branche ihr Verhalten ändert.

„Initiative Tierwohl“ grenzt an Verbrauchertäuschung

Besonders irritierend ist das Logo der „Initiative Tierwohl“. Verbraucher kaufen Produkte mit diesem Siegel wohl in dem Glauben, dass bei der Tierhaltung besonders schonend mit den Tieren umgegangen wird. Doch dies ist mitnichten der Fall, liegen die Standards bei der „Initiative Tierwohl“ kaum über den gesetzlichen Mindeststandards, die es ohnehin einzuhalten gilt.

Hier setzt der Protest von Greenpeace an: Supermärkte – vor allem die Discounter wie Lidl und Aldi – drücken die Preise für Fleisch. Sie locken die Kunden mit Angeboten in den Laden, ohne transparent zu machen, welche Folgen die billigen Preise für Tiere und Umwelt haben.

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