Warum schadet TTIP?

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Spätestens seit Greenpeace Anfang Mai knapp 250 Seiten des transatlantischen Handelsabkommens veröffentlicht hat, ist klar, dass mit TTIP Umwelt- und Verbraucherschutzstandards in Gefahr sind. Um über genau jene Gefahren aufzuklären, hat die Gruppe Stuttgart heute einen Leseraum auf dem Schlossplatz in Stuttgart eingerichtet, wo die zuvor streng geheimen Dokumente eingesehen werden konnten.

„Dieser Vertrag geht jeden von uns an. TTIP würde das Leben von über einer halbe Milliarde Menschen alleine in Europa verändern“, so Stefan Klinkert. „Hinterzimmerdeals wie TTIP passen nicht zu Demokratien. Die Verhandlungen müssen gestoppt und eine offene, transparente Diskussion begonnen werden.“


Mit TTIP werden die Albträume von Umwelt- und Verbraucherschützern Realität
 
Selbst rückwirkend könnte das umstrittene Handelsabkommen TTIP bestehende Standards und Regularien zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern kippen. Dies belegt die Analyse der veröffentlichten Verhandlungstexte. Diese Gefahr hatten Bundesregierung und EU-Kommission bisher bestritten. Die veröffentlichten TTIP-Texte belegen, dass die US-Seite Mechanismen vorschlägt, um etwa auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Regeln zu Erneuerbaren Energien als Handelshemmnis einzustufen.

Es ist das erste Mal, dass große Teile der bislang geheimen US-amerikanischen TTIP-Positionen öffentlich gemacht wurden. Im Leseraum konnte eine vereinfachte Zusammenfassung gelesen werden. Wer TTIP gerne verhindern möchte, konnte gleich vor Ort die Online-Petition von Greenpeace zeichnen.
 

Weiterführende Links

Die TTIP-Dokumente zum Download

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