Angie, sag NEIN!

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Das Aufgebot zur Schließung eines Zwangshandelsabkommens haben bestellt:

die EU-Ratspräsidentin und Bundeskanzlerin Deutschlands Angela Merkel und der Präsident der Bundesrepublik Brasilien, Vertreter der Handelsgemeinschaft Mercosur.

Diese Satire konnten am Samstag Besucher der Königstraße erleben. Wir von Greenpeace Stuttgart demonstrierten gegen den Abschluß des EU-Mercosur Abkommens.

Warum, Handel ist doch gut?

Ja, gerechter und fairer Handel tragen weltweit zum Wohl der Menschen und der nachfolgenden Generationen bei. Doch ist dieses Abkommen fair?

Mehr als 20 Jahre haben die EU-Kommission und die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay im Geheimen über das EU-Mercosur-Abkommen verhandelt. Treiber dieses Vorstoßes innerhalb der EU war Deutschland, da vor allem die deutschen Wirtschaftssektoren Automobil-, Maschinen- und Elektrogerätebau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie von der Umsetzung des Handelsabkommens profitieren.  Für die Mercosur-Länder würden Zölle auf Agrarprodukte wie Rind- und Hühnerfleisch, Zucker und Bioethanol gesenkt. Produkte, für die in Südamerika großflächig Wälder abgeholzt werden. Das EU-Mercosur-Abkommen heizt die Regenwaldzerstörung an; es ist ein Brandbeschleuniger für die Umweltzerstörung im Amazonasgebiet und den angrenzenden Regionen, dem Cerrado und den Trockenwäldern des Chaco. Das Abkommen wird den Export von Fleisch und anderen Agrarprodukten – die wir weitgehend nicht brauchen – aus den Mercosur-Ländern deutlich vervielfachen, dafür muss Wald weichen. Der Amazonas gerät an seinen Kipppunkt – jenen kritischen Moment, in dem das globale Klimasystem außer Kontrolle gerät. Der emissionsreiche Transport von Gütern steigt mit dem Pakt drastisch. Gleichzeitig fehlt der Regenwald, den wir als CO2- Speicher dringend brauchen. Die europäische Landwirtschaft produziert zu viel Fleisch – sie muss sogar Rindfleisch in Nicht-EU-Länder ausführen. Nun will die EU noch mehr Fleisch importieren. Im Gegenzug exportiert sie mehr Autos mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren in die Mercosur-Staaten. Dieser Vertrag verstärkt die Geschäfte der EU mit Brasilien. Und das, obwohl Präsident Jair Bolsonaro die Rechte Indigener missachtet, sich rechtsextremistisch und homophob äußert und gegen Oppositionelle und Umweltschützer*innen hetzt. Die zunehmende Abholzung des Amazonas-Regenwaldes zerstört den Lebensraum vieler indigener Gemeinschaften.

Protestieren Sie:

Über unsere Petition http://act.gp/eumercosur

Schreiben Sie via Twitter direkt an @peteraltmaier, @SvenjaSchulze68 oder @juliakloeckner Erzählen Sie anderen von dem Abkommen und machen Sie die Folgen bekannt.



 

 

 

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