Cleanup am Wilhelmsplatz

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Greenpeace Stuttgart hat am World Cleanup Day am 18.09.2021 mitgemacht. Deutschlandweit wurden über 3.200 Cleanups in über 800 Kommunen und Gemeinden veranstaltet. Das war der bisher größte World Cleanup Day in Deutschland. Greenpeace fordert ein stärkeres Verpackungsgesetz, um die Plastikkrise in den Griff zu bekommen.

Am Wilhelmsplatz haben wir zig Kilogramm Müll gesammelt, das allermeiste ist Plastikmüll. Der Müll wurde von der Müllabfuhr abgeholt. Ein sauberer Wilhelmsplatz ist ein willkommener Nebeneffekt, es geht uns vorrangig darum, auf die Plastikkrise aufmerksam zu machen:

Plastik ist günstig – so scheint es. Doch mindestens das 10-fache der Herstellungskosten für Plastik müssen Regierungen und die Gesellschaft bezahlen, um die zahllosen negativen Auswirkungen zu beheben.
Der Müll, den wir gesammelt haben, wird sortiert in Plastik, Restmüll und Zigarettenstummel. Und dann wird noch dokumentiert, welche Marken im Abfall besonders häufig vorkommen. Zum Beispiel finden sich Nestlé oder Coca Cola unter den TopTen Marken, deren Plastikverpackungen in der Landschaft enden. Die Daten fließen in den "Brand Audit Report" ein, der sich mit der Beschaffenheit des Abfalls, welche Materialien, welche Marken etc. beschäftigt.

Greenpeace fordert ein schärferes Verpackungsgesetz. Die Bundesregierung muss Mehrwegverpackungen und unverpacktes Einkaufen flächendeckend als Standard einführen. Mehrweg muss verpflichtend gelten und darf kein bloßes Zusatzangebot sein! Eine aktuelle Petition dazu können Sie hier mit unterzeichnen:

https://act.greenpeace.de/mehrweg-statt-mehr-muell

Ein neuer Greenpeace Report „Klimakrise unverpackt“ wurde kurz vor dem Clean Up Day veröffentlicht. Der Report enthüllt die klimaschädlichen Pläne der Ölindustrie, die Produktion von Einwegplastik weiter auszubauen. Scheinbar wollen die großen Ölkonzerne den Rückgang der Nachfrage nach fossilen Treibstoffen durch die Plastikproduktion kompensieren. Große Konzerne wie Shell oder Exxon wollen beispielsweise nach eigenen Angaben ihre Produktionskapazitäten für Einwegplastik bis 2025 um 30% steigern. Damit wird der Markt zukünftig weiter mit Massen an Einwegplastik überschwemmt, was eine Katastrophe für Mensch und Umwelt wäre.