Denkzettel mit Erfolg!

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Greenpeace-Aktivisten aus Stuttgart protestierten am 26.09.2015 an Shell-Tankstellen mit der Eisbärdame Olga gegen Ölbohrungen in der Arktis und für den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Am Samstagvormittag wurden an mehreren Shell-Tankstellen in Stuttgart Autofahrer und Passanten über die Ölbohrungen in der Arktis informiert. Dabei wurde auch der Zusammenhang mit dem Klimawandel erläutert. Mittels Handzetteln und Faltblättern informierten die Aktivisten über die Gefahren und die Sinnlosigkeit von Ölbohrungen in der Arktis. Ein Umdenken in Richtung 100 Prozent Erneuerbare Energien muss sowohl in der Bevölkerung aber vor allem auch bei Konzernen wie Shell stattfinden.

Die Aktion war Teil eines deutschlandweiten Aktionstages, an dem in über 40 Städten Aktivisten Zapfsäulen und Werbetafeln mit Protest-Labeln bekleben und Kunden vor Ort über Shells Pläne in der Arktis aufklären. Mit Aufklebern wie „Die Arktis ist zu kostbar, um den Klimawandel weiter anzuheizen!“ kontern die Aktivisten den aktuellen Werbeslogan des Unternehmens, das Leben sei zu kurz, um Benzinpreise zu vergleichen. „Vom Schmelzen des arktischen Meereises durch den Klimawandel zu profitieren um weiteres Öl zu fördern, ist eine klimapolitische Amokfahrt“, so Stefan Klinkert von Greenpeace Stuttgart Energie. „Wissenschaftler sagen deutlich, dass die Ölreserven aus dem Arktischen Ozean im Boden bleiben müssen, wenn wir unter einem globalen Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius bleiben wollen.“ (Quelle)

Erfolg für Greenpeace

Am 28.09.2015 hat Shell angekündigt, seine Ölbohrflotte aus der Arktis zurückzuziehen. Lesen Sie dazu den Artikel von Greenpeace Deutschland.

Ölbohrungen in der Arktis bergen unkalkulierbares Risiko

Greenpeace fordern generell einen rascheren weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Anfang der Woche hat die Umweltschutzorgansisation eine Studie vorgelegt, nach der die Welt ihren Energiebedarf ab 2050 vollständig mit Erneuerbaren Energien decken kann. Die dazu nötigen Investitionen würden mehr als kompensiert durch eingesparte Brennstoffkosten. Zudem würden bis 2030 weltweit 20 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. „Es ist an der Zeit, dass wir unsere Abhängigkeit vom Öl beenden“, fordert Klinkert „Shell darf der globale Energiewende nicht länger mit weiteren Bohrungen im Weg stehen!“

Ölbohrungen in der Arktis bergen ein unkalkulierbares ökologisches Risiko. Die US-Regierung schätzt die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen größeren Ölunfall auf 75 Prozent, wenn Shell vor der Küste Alaskas Öl findet und diese Quelle innerhalb der kommenden Jahrzehnte ausschöpft. Ein solcher aber hätte in der sensiblen Region, in der ausgelaufenes Öl kaum geborgen werden kann und sich extrem langsam abbauen würde, katastrophale Umweltfolgen. Greenpeace kämpft seit Jahren dafür, dass Ölbohrungen in arktischen Gewässern verboten werden.

 

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