Grillspaß öko? Logisch!

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Hintergrund

Unser Lebensstil verbraucht die natürlichen Ressourcen schneller als sie sich regenerieren können. In Deutschen Wäldern wird seit etwa 15 Jahren wieder verstärkt Holz eingeschlagen, in einem Maße, dass der Wald heute nicht mehr als Senke für Treibhausgase angesehen werden kann. Der Papierverbrauch pro Kopf in Deutschland hat sich seit 1950 verachtfacht. Der weltweit steigende Fleischkonsum hat dazu geführt, dass Urwald für Futtermittelanbau weichen muss. In Deutschland werden inzwischen auf 60 Prozent der Ackerfläche Futtermittel angebaut.

Das Greenpeace Grillprojekt

Lebensmittel und unsere Essgewohnheiten sind gern diskutierte Themen, egal ob es sich um Genuß oder um Skandale handelt. Beim Grillen kann man Spaß haben und trotzdem eine ganze Reihe von ökologischen Aspekten beachten. Woher kommt die Grillkohle? Ist Billigfleisch auch gut? Wurde für mein Schnitzel oder mein Gemüse Gentechnik eingesetzt? Warum soll ich biologisch erzeugte Lebensmittel kaufen? Wir möchten unsere Antworten und Ideen für ein ökologisches, klimafreundliches Sommervergnügen verbreiten. Denn Grillen ist "in". Öko soll es aber auch sein? Logisch!

Grilltipps

Um zu zeigen, was man alles beim Grillen für die Umwelt tun kann, haben wir während der Frühjahrsmessen der Landesmesse Stuttgart am 12./13.04.2014 auf der Messepiazza gegrillt. Natürlich mit urwaldfreundlicher, FSC-zertifizierter Grillkohle. Passanten bekamen Kostproben von frisch gegrilltem, biologisch erzeugtem Grillgut. Bei Lebensmitteln empfehlen wir generell: regional, saisonal, biologisch angebaut. Mehr Details und alle weiteren Tipps rund ums umweltfreundliche Grillen gibt es als kleine Broschüre in Papierform mit dem Titel "Grillspaß öko? Logisch!" bei Greenpeace Stuttgart oder auch hier als Download. Die Broschüre enthält auch zwei Rezepte. Sie können das wichtigste auch in unserem knapp dreiminütigen Youtube Grillvideo erfahren.

Aluminiumfolie wird oft als Grillschalen oder Verpackungsmaterial benutzt und landet danach im Müll. Aluminium ist zu kostbar für den einmaligen Gebrauch. Recyceltes Aluminium spart im Vergleich zur Herstellung von Primäraluminium 95 Prozent Energie ein. Es hat exakt die gleichen Eigenschaften wie Primäraluminium und ist z.B. in gut sortieren Bioläden zu finden. Oder Sie verzichten auf Aluminium und benutzen Grillschalen aus Edelstahl oder Emaille.

Hygienepapiere, Servietten, Pappteller und Pappbecher werden auch beim Grillen benutzt. Alle diese Produkte gibt es auch aus Recyclingpapier. Garantiert zu 100 Prozent, wenn der Blaue Engel drauf steht. Wo Sie Küchenrollen mit dem Blauen Engel in Stuttgart finden können, zeigt Ihnen unsere Stuttgarter Recyclingpapier-Liste.

Ergebnis

Die Stuttgarter Zeitung berichtete vorab von unserem Grill-Infostand an der Messe. Unserer Broschüre "Grillspaß öko? Logisch!" fand regen Zuspruch. Wir verteilten mühelos weit über tausend Broschüren. Die Kostproben direkt von unserem Grill fanden schnell ihre Abnehmer. Vier Fünftel aller Bundesbürger sprechen sich gegen Gentechnik in Lebensmitteln aus. Trotzdem wussten viele Standbesucher nicht, dass gentechnisch verändertes Sojafutter auch in deutschen Mastställen verfüttert wird. Für so manchen Passanten war es sogar neu zu sehen, dass man auch Gemüse grillen kann.

 

Publikationen

  • PDF icon Öko-Grillspaß-FlyerPDF |989.31 KBFlyer mit Tipps zum ökologischen Grillen (Holzkohle, Grillgut, Besteck, ...)

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