Klimafreundliche Weihnachten

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Die Weihnachtszeit ist die Zeit des gemütlichen Beisammenseins. Man erfreut sich an den Erinnerungen des vergangenen Jahres und der Vorfreude auf das kommende.

Doch gerade in dieser Zeit kann man mit bewussten Blicken klimafreundlich handeln. Wir geben Ihnen ein paar Tipps dazu...

 

Papier

Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben

(Hofmann von Fallersleben, 1837)

Nicht nur für Kinder sind zu Weihnachten die Geschenke das Spannendste. Jedes Jahr werden tausende Pakete gepackt, mit Geschenkpapier, das danach direkt im Müll landet. Klimafreundlicher ist die Verwendung von Geschenktüten, die mehrfach genutzt werden können. Oder eine außergewöhnliche Verpackung aus Zeitung, bunt bemaltem Recyclingpapier, alten Kalenderblättern, Geschirrtüchern oder anderen Papieren aus Zeitschriften und Katalogen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wenn Sie kein Geschenkpapier benutzen, schonen Sie die (Ur-)Wälder und das Klima.

 

Wald

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum wie grün sind deine Blätter 
(E. Anschütz, J. A. Zarneck Weise, 1800)

An Weihnachten einen Baum ins Wohnzimmer, am besten mit frischem Tannenduft und lebendigem Grün. Einen Weihnachtsbaum mal ohne Pestizide und nicht aus Monokultur? Klar geht das: zu finden bei Bäumen aus naturschonendem Anbau. Die meisten Weihnachtsbäume in Deutschland kommen aus Christbaum-Plantagen, unnatürliche Monokulturflächen mit hohem Dünger und Pestizide-Einsatz.
Doch es geht auch ökologisch: Bio-Christbäume werden häufig von Biolandwirten auf landwirtschaftlich schwer nutzbaren Flächen naturnah angebaut. Pestizide und Herbizide werden hier ausgeschlossen.
Das schützt nützliche Insekten wie Honigbienen und Schmetterlinge. Bezugsquellen solcher ökologisch angebauten Weihnachtsbäume finden Sie z. B. bei Robin Wood oder FSC. Der Staatswald in Baden-Württemberg ist FSC-zertifiziert. FSC ist ein Siegel, das die ökologische und sozial faire Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland durch unabhängige Kontrollen garantiert.
Viele Forstbetriebe in Baden-Württemberg verkaufen Weihnachtsbäume direkt im Wald. Hier können Sie einen Spaziergang im Wald machen und dabei Ihren heimischen Baum erwerben. Forstbetriebe
in Ihrer Nähe finden Sie unter http://forstbw.de/produkte-dienstleistungen/weihnachtsbaeume-schmuckreisig.html oder http://www.robinwood.de.

 

Landwirtschaft

Morgen Kinder wird’s was geben, morgen werden wir uns freun
(Philipp von Bartsch, 1809)

Es gehört zur Tradition, die Weihnachtstage im Kreise seiner Familie zu verbringen und gemeinsam zu speisen. Auf den Tisch kommt ein festlicher Braten mit Beilagen. Doch für diesen Braten zahlen wir auch aus ökologischer Sicht einen hohen Preis. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden etwa 7 – 10 kg Kraftfutter aus Mais oder Soja gefüttert – eine denkbar schlechte Bilanz. Die Soja kommt zum größten Teil aus Südamerika – meist gentechnisch verändert. In Brasilien werden Regenwälder für Acker- und Weideflächen gerodet. Die Rinder selbst stoßen Methangas aus, das das Klima zusätzlich schädigt. Die meisten  Fleischprodukte stammen von Tieren aus Massentierhaltung, mit nicht artgerechter Haltung und damit verbundenem hohen Einsatz von Medikamenten. Krankheitserreger können so unempfindlich werden, mit der Folge, dass Antibiotika beim Menschen immer weniger wirken.

Überraschen Sie Ihre Liebsten daher am Weihnachtsfest einfach mit einem leckeren Gemüsegericht! Es gibt zu den traditionellen Weihnachtsgerichten auch leckere vegetarische oder vegane Alternativen. Am besten bieten sich regionale und saisonale Lebensmittel an, denn diese mussten weder weit transportiert noch aufwändig gelagert werden.
Und wenn Sie sich für Bio-Produkte entscheiden, tun Sie nicht nur sich, sondern auch der Umwelt etwas Gutes. So können Sie sicher sein, dass weder Gentechnik noch Pestizide zum Einsatz kommen und die Natur geschont wird.

Drei Rezepte für leckere vegane und damit auch klimafreundliche Weihnachtsplätzchen finden sie hier.

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Schneesprays im Test

Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See

(Eduard Ebel, 1895)

2012 ließ Greenpeace handelsübliche Schneesprays in einem Labor untersuchen. Das Ergebnis des Tests ergab, dass vier von sechs Schneesprays krebserzeugende Substanzen in hohen Konzentrationen enthalten. Vor allem für Kinder stellt der Schnee aus der Dose eine akute Gefahr dar. Die Wiederholung des Tests im Jahr 2013 ergab erfreulicher Weise, dass alle Sprays nun frei von krebserregende Stoffe sind.
Doch das Problem: Schneespray-Nutzer wissen nicht, was sie eigentlich versprühen. Denn die Produkte enthalten bestenfalls den Hinweis, dass sie entzündliche Bestandteile enthalten. Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Rechtsexpertise kommt zu dem Schluss, dass in der Bedarfsgegenständeverordnung auch für Produkte wie Schneesprays verpflichtende Grenzwerte für  Nitrosamine aufzunehmen sind. Greenpeace fordert, dass die Hersteller reagieren und ihre Produkte besser kennzeichnen und Verbraucher auf mögliche Gefährdungen hinweisen. Generell sollten Schneesprays nicht in Innenräumen verwendet werden und außen nur dort, wo Kinder nicht mit dem aufgesprühten Schnee in Berührung kommen.

Hilfreiche Links:

Greenpeace Stuttgart wünscht Fröhliche Weihnachten!

 

 

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