Putzlappen für Shell

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Stuttgart, 08.08.2015. Shell bohrt in der Arktis nach Öl und setzt damit die Zukunft der Region aufs Spiel. Deshalb war Eisbärin Olga heute auf dem Marienplatz,
um auf die riskanten Ölbohrungen aufmerksam zu machen. Greenpeace Stuttgart sammelt noch bis zum 16.08.2015 Putzlappen, die Shell übergeben werden,
damit der Konzern das Öl seiner nächsten Panne wegputzen kann.

„Die Lappen zeigen symbolisch, wie aussichtslos es ist, auslaufendes Öl in der Arktis unschädlich zu machen", sagt Bernhard Lehr von Greenpeace Stuttgart,
„In Anbetracht Shells Pannenserie vor der Küste Alaskas müssen die Bohrungen gestoppt werden. Die Menschheit braucht dieses Öl nicht!".

Viele Passanten am Marienplatz sahen das genauso und schrieben ihr persönliches Statement an Shell auf einen Putzlappen. Die gesammelten Lappen werden zum vielleicht größten Putzlappen der Welt zusammengenäht und Shell übergeben. Diese Aktion gibt es auch online. Auf https://www.savethearctic.org/de/rags können Sie ihren virtuellen Putzlappen beschriften.

Experten weisen eindringlich darauf hin, dass es bis jetzt keine Methode gibt, Öl in dem kalten, eisbedeckten Meer der Arktis umfassend zu beseitigen.
Nach dem Tankerunglück der "Exxon Valdez" in Alaska vor 26 Jahren konnten nur neun Prozent des ausgelaufenen Öl beseitigt werden.

Die Ölreserven im hohen Norden werden den weltweiten Bedarf vermutlich nur drei Jahre decken können. Eine Ölpest in der Arktis hätte verheerende Folgen für dieses Ökosystem, für Eisbären zum Beispiel, aber auch für 13 Millionen Menschen, die in der Arktis zuhause sind.