"Tu Was!"-Tipps

Media

Umweltfreundliches Verhalten muss nicht kompliziert sein! Wir haben Ihnen im folgenden ein paar einfache Tipps aus verschiedenen Bereichen zusammengestellt, mit denen Sie der Umwelt helfen können...


Energie und Verkehr

Trotz des wiederbeschlossenen Atomausstiegs bis 2022 laufen in Deutschland immer noch zahlreiche Atomkraftwerke und produzieren hochradioaktiven Abfall, der für Jahrtausende sicher gelagert werden muss. Doch auch das Verbrennen fossiler Rohstoffe trägt mit dem Ausstoß an klimaschädlichem CO2 zur Erderwärmung bei. Die Lösung des Problems liegt neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien vor allem in der Energieeinsparung. Abgesehen von dem enormen Energieverbrauch der Industrie spielt auch die Summe der Privathaushalte eine entscheidende Rolle, bei der jeder einen Beitrag leisten kann.

  • Verzichten Sie auf Ihr Auto und nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr, Carsharing, das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß.
  • Schalten Sie Elektrogeräte immer ganz aus. Auch der Standbymodus oder eingesteckte Ladegeräte verbrauchen Strom.
  • Wechseln Sie zu einem unabhängigen Ökostromanbieter, zum Beispiel "Greenpeace Energy". Damit unterstützen Sie den Ausbau von erneuerbaren Energien.

 

Ernährung und Landwirtschaft

Weltweit wird jährlich doppelt so viel Nahrung produziert, als zur Ernährung der Weltbevölkerung nötig wäre. Trotzdem hungern heute weltweit viele hundert Millionen Menschen. Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird für „Bio“-Sprit und Tierfutter verschwendet. Zur Gewinnmaximierung werden dafür auch immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, deren langfristige Auswirkungen auf die Umwelt ungeklärt sind und für die Urwald abgeholzt wird. Darüber hinaus werden verstärkt umweltschädliche Pestizide und Herbizide eingesetzt. Zusätzlich belasten
die weiten Transportwege von Lebensmitteln und Tierfutter die Umwelt. Nachhaltigkeit und fairer Handel bleiben dabei auf der Strecke.

  • Verringern oder beenden Sie Ihren Fleischkonsum.
  • Greifen Sie zu regionalen und saisonalen Produkten.
  • Achten Sie auf gentechnikfreie Lebensmittel und bevorzugen Sie Bio-Produkte.

 

Wälder und Papier

Urwälder, wie auch naturnahe Wälder, stellen nicht nur den artenreichsten Lebensraum für Tiere und Pflanzen an Land dar, sondern sie stabilisieren auch das Weltklima, speichern wertvolles Süßwasser und binden einen Großteil an klimaschädlichem CO2. Damit wir auch in Zukunft noch tief Luft holen können, müssen wir im Kleinen handeln um Großes zu bewegen.

  • Achten Sie beim Kauf von Holz und Holzmöbeln auf das FSC-Siegel, vermeiden Sie Tropenholz.
  • Helfen Sie mit, die Urwälder zu schützen, indem Sie Grillkohle aus heimischem Holz verwenden, auch hier hilft das FSC-Siegel.
  • Verzichten Sie auf Pelz, Reptilien- und Fischleder, speziell von bedrohten Arten.
  • Kaufen Sie Recyclingpapier (mit dem blauen Engel). Produkte finden Sie zum Beispiel in unserer Recyclingpapier-Liste für Stuttgart.
  • Sparen Sie Papier, indem Sie es beidseitig verwenden.

 

Meere und Fischerei

71% der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Doch dieser noch kaum erforschte, besonders artenreiche Lebensraum ist durch die Überfischung und die zunehmende Verschmutzung der Gewässer und Meere stark bedroht. Schon heute befinden sich um ein vielfaches mehr Kunststoffpartikel im Meer als Plankton. Dabei sind wir vom Erhalt dieses Ökosystems enorm abhängig. So stammt zum Beispiel ein Großteil des Sauerstoffs, den wir atmen aus dem Meer und Fisch ist für viele Menschen einen unverzichtbare Eiweißquelle. Das Schicksal dieses Lebensraumes liegt allerdings nicht allein in der Hand von Neptun, sondern auch in Ihrer.

  • Kaufen Sie keine Fischarten aus überfischten Beständen. Hilfe leistet der Greenpeace-Fischratgeber und die Stuttgarter Fischliste.
  • Vermeiden Sie Plastikmüll aller Art.
  • Kaufen Sie keine Meeressouvenirs wie Korallen, Seepferdchen und Seesterne.
  • Konsumieren Sie keinerlei Haiprodukte, z.B. Dornhai (Schillerlocke, Seeaal), auch nicht aus der Apotheke (z.B. Haiknorpel).